Parmesanhäppchen mit Tomate und Olive

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Puh, nach dem Umzug von Blogspot hat sich leider nicht viel getan in der Kochecke. Aber das soll sich jetzt endlich ändern. Fangen wir deshalb mal klein an mit unkonventionellem Fingerfood. Und was ich euch heute zeigen möchte, wird eine unbeschwerte Party in eurem Mund veranlassen. Falls ihr demnächst also Gäste empfängt und etwas kleines und schnell zubereitetes anbieten wollt, seid ihr bei diesen Parmesanhäppchen genau richtig. Ich habe sie bereits in mein Herz geschlossen und mehr als einmal zubereitet (zugegebener Maßen erst zweimal). Aber beide Testgruppen waren hellauf begeistert ohne dass ich sie dazu gezwungen habe ;)

Aber genug geredet. Fangen wir an!

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 Wirklich viele Zutaten sind auch gar nicht vonnöten. Für den Teig brauchen wir Mehl, kalte Butter, Eier, Salz, Pfeffer, eure Lieblings-Kräuter der Provence und viel Parmesan. Für das Topping reichen schon ein wenig Frischkäse, schwarze Oliven und eingelegte getrocknete Tomaten. Und beinahe hätte ich jetzt noch den Basilikum vergessen. Tut es mir nicht gleich, denn der Basilikum ist nicht nur optisch ein Muss.

parmesan

Los geht es mit dem Parmesan. Ich rate hierbei auch ein wirkliches Stück Parmesan zu nehmen. Es gibt Parmesan auch abgepackt, aber dann ist er fast pulverisiert worden oder es sind zu große Flocken, Brocken, Stücke oder so ähnlich. Ich habe für den Parmesan auch nicht die ganz feine Reibe genommen, sondern wollte etwas dickere Stücke bekommen. Die kann man auch besser naschen und ich weiß wovon ich rede.

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Den Teig zuzubereiten ist auch ein Kinderspiel vor allem wenn man eine Küchenmaschine hat. Aber das Rührgerät mit Knethaken macht es auch. Wir starten mit dem Mehl, gefolgt vom Parmesan und zuletzt kommen kalte Butter-Flocken. 

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Es fehlen noch 2 Eier. Und wo wir schon dabei sind: ich muss unbedingt mal Lernen, wie man Eier mit nur einer Hand öffnet. Tipps sind herzlich willkommen.

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Dem Teig fehlt nun nur noch etwas Flavour, auch wenn der Parmesan schon sein Bestes tut. Ich habe zu Hause einen Standardvorrat an einer Kräuter der Provence Gewürzmischung. Und die sind nicht fein gemahlen, sondern etwas gröber. Gerade das verhilft den Parmesanplätzchen zum optischen Kontrast zu ganz normalen Weihnachtskeksen. Salz und Pfeffer sind auch wichtig. Die Plätzchen sollen eine geschmackliche Grundlage für das Topping bilden.

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Der Teig wird so lange geknetet bis er eine homogene Masse bildet. Mit dem Kneten sollte man nicht übertreiben, da der Teig dann warm wird, was wir vermeiden wollen.

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Und jetzt kommt der etwas spaßige Teil. Mit einem Streifen Frischhaltefolie wird die Arbeitsfläche bedeckt. Falls ihr immer besonders warme Hänge habt, kühlt sie vorher mit etwas kaltem Wasser ab. Falls ihr aber auch über größtenteils kalte Hände verfügt, könnt ihr euch den Teig direkt schnappen. Mit den Händen formt ihr am besten eine Skulptur die ein wenig einer Wurst ähnelt. Wenn ihr das gewünschte Ergebnis erreicht habt, legt ihr den Teig auf die Frischhaltefolie und bedeckt ihn einmal komplett damit. Jetzt ist der Moment in dem man an der Form des Teiges arbeiten kann. Durch hin- und herrollen wird er schön eben. Zum Schluss nehmt ihr die Enden der Frischhaltefolie und schwingt ‚die Wurst‘ im Kreis, sodass sie die Enden der Frischhaltefolie verzwirbeln. Legt den Teig für eine Stunde ins Gefrierfach. Wenn ihr ihn aber schon am Tag vorher zubereitet, was auch möglich ist, reicht auch der Kühlschrank über Nacht.

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In der Zwischenzeit können die Tomaten vorbereitet werden. Dazu lasst ihr sie etwas abtropfen und schneidet sie ihn Streifen. Dann könnt ihr ein Buch lesen oder etwas anderes Sinnvolles tun wie zum Beispiel den Backofen auf 180°C vorheizen.

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Ist der Teig durchkühlt, kann er in Scheiben geschnitten werden. Dafür eignet sich ein scharfes, glattes Messer. Die Dicke der Scheiben hängt davon an, wie viele Parmesanhäppchen ihr zubereiten wollt. Für eine maximale Ausbeute und Stabilität der Plätzchen habe ich sie 5 mm dick gelassen.

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Auf einem mit Backpapier belegten Blech werden die Parmesanplätzchen für etwa 20 Minuten gebacken. Beim beladen des Blechs muss auch nicht auf viel Sicherheitsabstand geachtet werden. Die Plätzchen gehen nicht weiter auf, sondern ziehen sich sogar minimal zusammen.

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Während des Backens tritt ordentlich Plätzchenflüssigkeit aus (klingt besser als Fett). Es sieht ein bisschen so aus, als würden alle Teile zu einem großen Plätzchen verschmelzen, was auch seinen Reiz hat. Nach der Backzeit, wenn die Plätzchen etwas braun geworden sind, müssen sie komplett abkühlen.

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In der Zwischenzeit kann man stichprobenartig Probieren. Wenn die Plätzchen kühl sind, wird der Frischkäse mit einem Spritzbeutel aufgetragen. Das sieht besonders dekorativ aus. Damit der Frischkäse auch leicht durchgedrückt werden kann, sollte er Zimmertemperatur annehmen. Wenn er zu kalt ist, drückt man sich zu Tode.

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Pro Plätzchen kommt eine schwarze Olive auf den Tuff.

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Neben die Olive legt ihr einen Streifen der Tomate. Es gehen auch zwei. Und seid nicht so wie ich und vergesst ein Plätzchen.

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Nehmt nun die Basilikumblätter und schneidet sie in Streifen.

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Die Basilikumstreifen werden über den angerichteten Teller gestreut. Und damit wäre der Letzte Schritt getan. Wer mag kann an dieser Stelle noch etwas zusätzlichen Parmesan drüberstreuen. Warum habe ich das eigentlich nicht gemacht?

Probiert es aus :)

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Der Überblick:

Parmesanhäppchen mit Tomate und Olive (ca. 40 Stück)

250 g Mehl

125 g kalte Butter

120 g Parmesan

2 Eier

1/2 TL Salz

Pfeffer

1 TL Kräuter der Provence

40 schwarze, entkernte Oliven

200 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten

100 g Frischkäse

1 Bund Basilikum

Zubereitungszeit (ohne Warte- und Backzeit): 20 Minuten

1 Kommentar

  • Johanna sagt:

    Einfach ein fantastischer, leckerer Snack. Und dazu auch noch schnell gemacht. Werde ich definitiv wieder zubereiten, um weitere Menschen davon zu überzeugen!

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